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Diese Information habe ich jedoch nur vom Hörensagen, da ich selbst nicht dabei sein konnte.
Zum Ende sei mir, als regelmäßigem, aber eher passivem Gast bei den reifen Früchten noch eine Anmerkung zum Umzug erlaubt.
Das Thema wurde mir und auch einigen Früchten im Zug zu wenig transparent genauer, es fehlte fast ganz. Die Wagen ließen bis auf die beiden PKW der Gruppe das Thema komplett vermissen und auch das Fußvolk war nur mäßig mit Transparenten und Schildern ausgerüstet.
Unsere Forderungen nach Gleichstellung und Gleichbehandlung verlor sich komplett hinter der Karnevals – mäßigen Kulisse des Umzugs und die Schaulustigen am Straßenrand konnten nur das bunte Treiben sehen, ohne die politische Botschaft zu erfahren, die hinter dieser Veranstaltung steht.
Entsprechend wurde auch mit Unverständnis reagiert, weil uns die Leute so nicht verstehen (was soll das denn / die haben doch alles / die tanzen hier rum, denen geht es doch gut / die halten doch nur den Verkehr auf / die haben doch alles....... nur wenige Zitate).
Die „Otto-NormalverbraucherInnen“ haben einfach nicht die notwendigen Hintergrundinformationen, die nötig sind, die Demo überhaupt zu begreifen (auf das Thema Verpartnerung angesprochen, ernte ich immer wieder ungläubige Blicke, wenn ich in Heterokreisen erzähle, dass dies keineswegs ein gleichberechtigtes Konstrukt neben der Ehe ist). Dies sollte sich nach meinem Ermessen im nächsten Jahr deutlich ändern und es sollte klar werden, dass wir nicht eine ausgeflippte Horde sind, die sich mal just for Fun durch die Stadt tummelt, sondern dass wir eine Botschaft haben und die Unterstützung unserer Mitmenschen fordern, die eben genau nur dann ihre Gleichgültigkeit ablegen und Partei ergreifen können, wenn sie uns vorher verstanden haben. Es reicht schließlich auch nicht sich in einem Restaurant an einen Tisch zu setzen. Um ein Mal nach Wunsch zu bekommen, muss man kommunizieren und etwas bestellen. Auf so eine Idee würde auch keine, keiner von uns kommen. Nur so können wir Akzeptanz und auch Rückendeckung unserer Umgebung erwarten und bekommen.
Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, dass dies keine Kritik am CSD-Ausschuss ist. Die bieten nur den Rahmen und das machen sie sehr gut!
Gefragt sind hier Erna-Normallesbe und Otto-Normalschwuler, die ja schon mal anfangen können darüber nachzudenken, wie sie im nächsten Jahr ihre ganz persönliche Forderung deutlich machen können – Plakate, Schilder, Banner und Fahnen selbst bemalt sind günstig zu basteln und kein Millionenunterfangen somit für jede und jeden erschwinglich, die, der sich, über das übliche Tamtam hinaus ein wenig einbringen möchte.
Aber bitte, sorry, keine „ich wünsch mir ein rosa Kabrio-Schilder“, ok?
Ich habe für mich schon eine Idee dazu im Kopf und freue mich darauf Euch alle im nächsten Jahr bei einer noch bunteren, gewaltig politischen CSD-Parade wieder zu sehen.
Liebe Grüße
Euer Jörg
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